Tracking in Apps: Konsistenz schlaegt Perfektion (Studie)

Veröffentlicht: 22. Dezember 20255 Min. Lesezeit

Studie (2021): Bei App-basiertem Ernährungs-Tracking waren Konsistenz und Frequenz mit Gewichtsverlust assoziiert – Vollstaendigkeit weniger. Praxis: lieber regelmaessig loggen als perfekt.

Tracking ist ein Kernbaustein vieler Abnehmprogramme. Aber: Was zählt mehr – oft tracken, konsequent tracken oder vollständig tracken?

Eine Studie hat untersucht, welche Aspekte der Adhärenz bei App-basiertem Ernährungs-Self-Monitoring mit Gewichtsverlust zusammenhängen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Prospektive Studie (single-arm, unkontrolliert) mit N = 90 Personen mit Übergewicht/Adipositas.
  • Daür: 8 Wochen Ernährungs-Tracking in einer App (Calorie Counter by FatSecret).
  • Ergebnis: durchschnittliche Gewichtsveränderung nach 8 Wochen −1.5 ± 2.1 kg.
  • Konsistenz (wie viele Wochen regelmässig getrackt wurde) und Frequenz waren signifikant mit Prozent-Gewichtsverlust assoziiert.
  • „Vollständigkeit“ war in dieser Analyse nicht klar assoziiert.

Was wurde untersucht?

Die Studie schaute sich drei typische „Adhärenz“-Dimensionen beim Tracking an:

  • Frequenz: wie oft wird getrackt?
  • Konsistenz: über wie viele Wochen bleibt das Tracking regelmässig?
  • Vollständigkeit: wie „komplett“ sind die Einträge?

Und dann: Welche dieser Dimensionen sagt Gewichtsveränderung besser voraus?


Kernerkenntnisse

1. „Regelmässig“ schlägt „perfekt“

Die Daten sprechen dafür, dass es wichtiger ist, dran zu bleiben (konsequent/frequent), als alles zu 100% korrekt und vollständig zu loggen.

2. Tracking muss niedrigschwellig sein

Wenn Vollständigkeit nicht der Haupttreiber ist, ist das eine gute Nachricht: Systeme mit geringer Reibung (schnelles Logging, Standard-Mahlzeiten, Foto/Barcode) können effektiver sein als „Super-Präzision“, die niemand durchhält.


Was heisst das praktisch?

  • Setze dir ein Ziel wie „5–6 Tage/Woche loggen“ statt „jeden Bissen perfekt“.
  • Nutze vereinfachtes Tracking, wenn du merkst, dass du sonst abbrichst.
  • Führe eine wöchentliche Review ein: Was waren die 2 grössten Kalorienquellen? Was sättigt gut? Was wiederholt sich?

Limitationen und Einordnung

  • Unkontrolliertes Design (kein RCT) – daher keine harte Kausalität.
  • 8 Wochen: kurzfristig; Langzeiteffekte sind nicht automatisch ableitbar.

Fazit

Beim App-Tracking scheint Konsistenz und Frequenz wichtiger zu sein als Vollständigkeit. Für die Praxis heisst das: baü ein System, das du langfristig machst – nicht eins, das „perfekt“ wäre.


Quellen

Payne J, et al. Adherence to mobile‐app‐based dietary self‐monitoring—Impact on weight loss in adults. Obesity Science & Practice. 2021. doi: 10.1002/osp4.566.


Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu deiner Gesundheit wende dich bitte an einen Arzt oder eine Ernährungsfachkraft.

Wissenschaftliche Quellen

  • [1]

    Payne J, et al.. "Adherence to mobile‐app‐based dietary self‐monitoring—Impact on weight loss in adults." Obesity Science & Practice, 2021.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zu deiner Gesundheit wende dich bitte an einen Arzt oder eine Ernährungsfachkraft.

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