Beispiel-Trainingswoche

4er-Split Trainingsplan für Fortgeschrittene

Ein 4er-Split Trainingsplan verteilt deinen Körper auf vier Trainingstage, zum Beispiel Brust, Rücken, Beine sowie Schultern und Arme. So kannst du jede Muskelgruppe in einer Einheit mit hohem Volumen trainieren. Hier erfährst du, wie der Split aufgebaut ist, für wen er sich lohnt und wann ein anderer Plan besser passt. Unten findest du einen Beispielplan für eine Woche.

Dieses Beispiel ist für: Mann, 32 Jahre, 183 cm, 88 kg, Profi, Fitnessstudio, 4 Trainingstage à 60 min. Split: 4er-Split: Brust, Rücken, Beine, Schultern & Arme.

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Die Beispiel-Trainingswoche

MontagBrust & Trizeps-Fokusca. 60 min

Aufwärmen: 5-10 Minuten Rower oder Laufband · Dynamisches Dehnen und Schultermobilität mit dem Widerstandsband · 2 Aufwärmsätze Bankdrücken mit progressivem Gewicht

ÜbungSätze × Wdh.Pause
Langhantel-Bankdrücken
Brust
4 × 6-8120 s
Schrägbankdrücken mit Kurzhanteln
Obere Brust
3 × 8-1090 s
Dips mit Zusatzgewicht
Untere Brust / Trizeps
3 × 8-1090 s
Kabelzug-Flys (von unten nach oben)
Brust
3 × 12-1560 s

Cool-down: 5 Minuten lockeres Ausradeln · Statisches Dehnen der Brust- und vorderen Schultermuskulatur

DienstagRücken & Hintere Schulterca. 60 min

Aufwärmen: 5-10 Minuten Rower · Scapula Pull-Ups und Thorax-Mobilisation · 2 Aufwärmsätze Langhantelrudern

ÜbungSätze × Wdh.Pause
Langhantelrudern (vorgebeugt)
Rücken
4 × 6-8120 s
Klimmzüge mit Zusatzgewicht
Latissimus
3 × 6-8120 s
Einarmiges Kurzhantelrudern
Latissimus / Rhomboideen
3 × 10-1290 s
Face Pulls am Kabelzug
Hintere Schulter / Nacken
4 × 12-1560 s

Cool-down: 5 Minuten leichtes Gehen · Statisches Dehnen des Latissimus und der Rückenstrecker

MittwochRuhetag · Regeneration
DonnerstagUnterkörper (Quads, Hamstrings, Waden)ca. 60 min

Aufwärmen: 5-10 Minuten Fahrradergometer · Hüft- und Sprunggelenksmobilisation (90/90 Stretches, World's Greatest Stretch) · 3 Aufwärmsätze Kniebeugen

ÜbungSätze × Wdh.Pause
Langhantel-Kniebeugen
Quadriceps / Gesäß
4 × 6-8120 s
Rumänisches Kreuzheben (RDL)
Hamstrings / Gesäß
3 × 8-1090 s
Beinpresse (45 Grad)
Beine gesamt
3 × 10-1290 s
Liegende Beinbeuger-Maschine
Hamstrings
3 × 12-1560 s
Wadenheben stehend
Waden
4 × 12-1560 s

Cool-down: 5 Minuten leichtes Auslaufen · Faszienrolle (Foam Rolling) für Quads, IT-Band und Waden

FreitagSchultern & Arme (Bizeps & Trizeps)ca. 60 min

Aufwärmen: 5-10 Minuten Crosstrainer · Rotatorenmanschetten-Aktivierung mit leichten Kurzhanteln/Bändern · 2 Aufwärmsätze Military Press

ÜbungSätze × Wdh.Pause
Military Press (Überkopfdrücken)
Vordere/Seitliche Schulter
4 × 6-8120 s
Seitheben mit Kurzhanteln
Seitliche Schulter
4 × 12-1560 s
SZ-Stangen Curls
Bizeps
3 × 8-1075 s
French Press (Skull Crusher)
Trizeps
3 × 8-1075 s
Hammer Curls am Seilzug
Brachialis / Unterarme
3 × 12-1560 s
Trizepsdrücken am Kabelzug (Pushdowns)
Trizeps
3 × 12-1560 s

Cool-down: 5 Minuten Entspannung / Gehen · Statisches Dehnen der Arme und Schultern

SamstagRuhetag · Regeneration
SonntagRuhetag · Regeneration

Progression: Verwende das Double-Progression-Modell: Trainiere innerhalb des vorgegebenen Wiederholungsbereichs (z.B. 6-8). Sobald du im obersten Wiederholungsbereich (8 Reps) in allen Sätzen bei sauberer Form ankommst, erhöhe das Trainingsgewicht in der Folgewoche um die kleinste Einheit (1-2,5 kg) und starte wieder bei der unteren Rep-Grenze (6 Reps). Führe alle 6-8 Wochen eine Deload-Woche mit 50% Volumen durch.

Tipps zum Beispielplan

  • Nutze die 3197 kcal optimal, indem du 1,8-2,2 g Protein pro kg Körpergewicht zu dir nimmst und Kohlenhydrate rund um das Training timst.
  • Achte auf 7-9 Stunden qualitativen Schlaf für eine vollständige ZNS- und Muskelregeneration.
  • Führe ein akribisches Trainingstagebuch, um Lasten, Wiederholungen und RPE exakt zu protokollieren.
  • Halte die Pausenzeiten strikt ein, um die 60-Minuten-Marke bei maximalem Hypertrophiereiz nicht zu überschreiten.

So funktioniert ein 4er-Split

Beim 4er-Split bekommt jede große Muskelgruppe ihren eigenen Trainingstag. Du trainierst vier Tage pro Woche und jede Muskelgruppe wird in der Regel einmal direkt belastet. Dafür setzt du pro Einheit deutlich mehr Sätze für den jeweiligen Muskel als bei einem Ganzkörper- oder Oberkörper/Unterkörper-Plan.

Eine bewährte Aufteilung sieht so aus. Die Pausentage legst du so, dass Beine und Rücken nicht direkt aufeinander folgen, weil beide den unteren Rücken stark fordern.

  • Montag: Brust (plus etwas Trizeps)
  • Dienstag: Rücken (plus etwas Bizeps)
  • Mittwoch: Pause
  • Donnerstag: Beine und Po
  • Freitag: Schultern und Arme
  • Samstag und Sonntag: Pause oder lockere Bewegung

Für wen sich der 4er-Split lohnt und für wen nicht

Der 4er-Split ist ein Plan für Fortgeschrittene. Sinnvoll wird er, wenn du schon mindestens ein bis zwei Jahre regelmäßig trainierst, die Grundübungen technisch sauber beherrschst und in einer einzelnen Einheit so viel Volumen brauchst, dass ein Ganzkörperplan zu lang würde.

Für Anfänger ist er meist keine gute Wahl. Wer neu im Training ist, profitiert stärker davon, jede Muskelgruppe etwa zweimal pro Woche zu trainieren und Bewegungsmuster oft zu üben. Auch wenn du nur drei Tage Zeit hast oder häufig Einheiten ausfallen, ist der Split ungünstig: Fällt ein Tag weg, bleibt eine Muskelgruppe eine ganze Woche ohne Reiz. Dann passt ein 2er-Split oder Ganzkörpertraining besser.

Gut geeignet ist der 4er-Split dagegen, wenn du gern lange an einem Muskel arbeitest, feste Trainingstage einhalten kannst und dir nach einer Phase mit Ganzkörper- oder Oberkörper/Unterkörper-Training neue Reize wünschst. Viele nutzen ihn auch zeitweise, um eine schwächere Muskelgruppe gezielt aufzuholen.

Volumen, Frequenz und Progression richtig steuern

Als grober Richtwert gelten etwa 10 bis 20 harte Sätze pro Muskelgruppe und Woche. Im 4er-Split landen diese Sätze größtenteils in einer Einheit. Damit die Qualität nicht leidet, verteilst du sie auf mehrere Übungen: eine schwere Grundübung am Anfang, danach Varianten und Isolationsübungen. Für den Muskelaufbau eignen sich meist 6 bis 12 Wiederholungen, bei Isolationsübungen auch mehr.

Weil die Frequenz niedrig ist, kannst du etwas Frequenz zurückholen: Brust und Schultern bekommen am Armtag indirekt Arbeit, der Rücken am Beintag. Entscheidend bleibt die progressive Überlastung. Notiere Gewicht und Wiederholungen und steigere dich, sobald du das obere Ende deines Wiederholungsbereichs sauber schaffst.

Viele fragen nach dem 5er-Split. Er teilt noch feiner auf, etwa mit einem eigenen Armtag, und braucht fünf Trainingstage. Das Prinzip bleibt gleich, nur Zeitaufwand und Regenerationsbedarf steigen weiter.

Typische Fehler im Split-Training

Der häufigste Fehler ist zu viel Volumen ohne Plan: 25 Sätze Brust an einem Tag bringen selten mehr als 12 bis 15 wirklich intensive Sätze. Ebenfalls verbreitet ist, dass Beine vernachlässigt oder der Beintag gern ausgelassen wird. Und wer schlecht schläft oder zu wenig isst, regeneriert auch im Split nicht ausreichend.

Ein weiterer Stolperstein ist die Übungsreihenfolge. Setze die schwerste Grundübung an den Anfang der Einheit, solange du noch frisch bist, und hebe Isolationsübungen für das Ende auf. Wer mit Butterfly oder Curls beginnt, hat für Bankdrücken oder Rudern später oft nicht mehr genug Kraft und bremst so den eigenen Fortschritt.

Plane außerdem alle paar Wochen eine leichtere Woche ein, wenn Kraft und Motivation spürbar sinken. Mit dem kostenlosen Generator erstellst du einen persönlichen Split passend zu Level, Equipment und Zeit und kannst ihn als PDF speichern.

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Häufige Fragen

Ist ein 4er-Split gut für Anfänger?

Für Anfänger ist ein 4er-Split meist nicht die beste Wahl. Einsteiger machen schnellere Fortschritte, wenn sie jede Muskelgruppe etwa zweimal pro Woche trainieren, zum Beispiel mit einem Ganzkörperplan. Der 4er-Split lohnt sich eher nach ein bis zwei Jahren regelmäßigem Training.

Wie oft pro Woche trainiere ich beim 4er-Split?

Beim 4er-Split trainierst du vier Tage pro Woche, jede große Muskelgruppe bekommt einen eigenen Tag. Zwischen den Einheiten liegen idealerweise ein bis zwei Ruhetage, damit sich vor allem Beine und unterer Rücken erholen können.

Wie viele Sätze pro Muskelgruppe sind im 4er-Split sinnvoll?

Als Faustwert gelten etwa 10 bis 20 harte Sätze pro Muskelgruppe und Woche. Im 4er-Split fallen diese überwiegend in eine Einheit, verteilt auf drei bis fünf Übungen. Mehr ist nicht automatisch besser, wenn die Qualität der letzten Sätze stark nachlässt.

Was ist der Unterschied zwischen 4er-Split und 5er-Split?

Der 5er-Split teilt den Körper auf fünf statt vier Trainingstage auf, oft mit eigenem Tag für Schultern und für Arme. Jede Muskelgruppe wird ebenfalls meist nur einmal pro Woche direkt trainiert. Er braucht mehr Zeit und eignet sich vor allem für sehr erfahrene Trainierende.

Kann ich mit einem 4er-Split Muskeln aufbauen?

Ja, mit einem 4er-Split kannst du Muskeln aufbauen, wenn das Wochenvolumen stimmt und du dich über die Zeit steigerst. Ausreichend Protein, genug Kalorien und guter Schlaf sind dabei genauso wichtig wie der Plan selbst.

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