Trainingsplan zum Abnehmen
Ein guter Trainingsplan zum Abnehmen kombiniert Krafttraining, Ausdauer und mehr Bewegung im Alltag. Wichtig vorab: Gewicht verlierst du vor allem über ein Kaloriendefizit, das Training sorgt dafür, dass du dabei Muskeln erhältst und fitter wirst. Hier erfährst du, wie du beides sinnvoll kombinierst und wie eine Trainingswoche aussehen kann. Unten findest du einen Beispielplan für eine Woche.
Dieses Beispiel ist für: Mann, 40 Jahre, 178 cm, 95 kg, Anfänger, Fitnessstudio, 3 Trainingstage à 60 min. Split: Ganzkörper.
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Die Beispiel-Trainingswoche
MontagGanzkörper A & Cardioca. 60 min
Aufwärmen: 5 Minuten Rower oder Laufband (leichtes Tempo) · Armkreisen und dynamisches Hüftkreisen (2 Minuten) · 10 Körpergewichts-Kniebeugen
| Übung | Sätze × Wdh. | Pause | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Beinpresse (45°) Beine (Quadrizeps, Gesäß) | 3 × 10-12 | 90 s | Fokus auf saubere Tiefe; Gewicht um 2.5kg steigern, wenn alle Sätze mit 12 Wdh. geschafft werden. |
| Brustpresse (Maschine) Brust, Trizeps | 3 × 10-12 | 90 s | Schulterblätter zusammenhalten; Gewicht erhöhen bei Erreichen von 3x12. |
| Latzug zur Brust (weiter Griff) Oberer Rücken, Bizeps | 3 × 10-12 | 90 s | Kein Schwung aus dem Oberkörper; nächsthöhere Gewichtsstufe wählen sobald 3x12 stabil sind. |
| Schulterdrücken (Maschine) Schultern, Trizeps | 3 × 10-12 | 90 s | Gleichmäßige Ausführung; Gewicht steigern nach erfolgreichen 12 Wdh. in allen Sätzen. |
| Plank (Unterarmstütz) Bauch, Rumpf | 3 × 30-45s | 60 s | Körperspannung halten; wöchentlich um 5 Sekunden verlängern bis 60s erreicht sind. |
| Moderates Ausdauertraining (Fahrradergometer) Herz-Kreislauf | 1 × 15 min | 0 s | Konstante Intensität bei 65-75% der maximalen Herzfrequenz zur Fettverbrennung. |
Cool-down: 3 Minuten lockeres Gehen auf dem Laufband · Statisches Dehnen der Oberschenkel und Brustmuskulatur
MittwochGanzkörper B & Cardioca. 60 min
Aufwärmen: 5 Minuten Stepper oder Crosstrainer · Mobilitätstraining für Schultern und Sprunggelenke · 10 Glute Bridges am Boden
| Übung | Sätze × Wdh. | Pause | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Goblet Squats (mit Kurzhantel) Beine, Gesäß, Core | 3 × 10-12 | 90 s | Hantel nah an der Brust halten; Hantelgewicht bei Erreichen von 3x12 um 1-2kg erhöhen. |
| Rudern am Kabelzug (enger Griff) Mittlerer Rücken, Bizeps | 3 × 10-12 | 90 s | Aufrechte Haltung; Gewicht schrittweise erhöhen sobald 12 Wiederholungen sauber absolviert werden. |
| Kurzhantel-Schrägbankdrücken Obere Brust, vordere Schulter | 3 × 10-12 | 90 s | Kontrollierte Absenkphase; Kurzhantelgewicht bei vollem Satzabschluss um 1kg pro Hantel erhöhen. |
| Liegende Beinbeuger-Maschine Beinbeuger (Hamstrings) | 3 × 12-15 | 60 s | Kein Hohlkreuz bilden; bei 3x15 Gewicht um die kleinste Stufe steigern. |
| Kabelzug Woodchoppers Schräge Bauchmuskeln | 3 × 12 pro Seite | 60 s | Rotation aus dem Rumpf, nicht aus den Armen; Widerstand stufenweise anpassen. |
| Crosstrainer (Intervall-Zone) Herz-Kreislauf | 1 × 15 min | 0 s | Wechsel zwischen moderatem und etwas flotterem Tempo für erhöhten Kalorienverbrauch. |
Cool-down: 3 Minuten lockeres Ausrollen auf der Schaumstoffrolle (Faszienrolle) · Dehnen der Hamstrings und des Rückens
FreitagGanzkörper C & Cardioca. 60 min
Aufwärmen: 5 Minuten Ergometer-Radfahren · Dynamische Ausfallschritte (5 pro Seite) · Schulterkreisen mit Widerstandsband
| Übung | Sätze × Wdh. | Pause | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Rumänisches Kreuzheben mit Kurzhanteln Beinbeuger, Gesäß, unterer Rücken | 3 × 10-12 | 90 s | Rücken gerade halten und Hüfte nach hinten schieben; Gewicht steigern wenn 3x12 technisch fehlerfrei sind. |
| Liegestütze (ggf. erhöht auf Bank) Brust, Trizeps, Rumpf | 3 × 8-12 | 90 s | Schwierigkeit progressiv erhöhen (z.B. Neigungswinkel verringern bis zur vollen Liegestütze am Boden). |
| Latzug mit engem Parallelgriff Latissimus, Bizeps | 3 × 10-12 | 90 s | Fokus auf die Ellbogenführung nach unten; bei 3x12 Gewicht erhöhen. |
| Seitheben mit Kurzhanteln Seitliche Schulter | 3 × 12-15 | 60 s | Leichte Gewichte wählen, ohne Schwung arbeiten; Steigerung in kleinsten Schritten (0.5-1kg). |
| Beinheben an der Hänge-/Unterarmstation Untere Bauchmuskeln | 3 × 10-12 | 60 s | Zunächst mit gebeugten Knien ausführen; Progression zu gestreckten Beinen. |
| Incline Treadmill Walk (Laufband mit Steigung) Herz-Kreislauf, Waden | 1 × 15 min | 0 s | Geschwindigkeit 4.5-5.5 km/h bei 6-8% Steigung zügig gehen ohne Festhalten. |
Cool-down: 3 Minuten lockeres Gehen auf ebener Fläche · Ganzkörper-Stretching (Waden, Hüftbeuger, oberer Rücken)
Progression: Wende das Prinzip der progressiven Überlastung an: Beginne mit einem moderaten Gewicht, bei dem die angegebene Mindest-Wiederholungszahl sicher beherrscht wird. Sobald in allen 3 Sätzen die Obergrenze des Wiederholungsbereichs mit sauberer Technik erreicht wird, erhöhe das Gewicht beim nächsten Training um die kleinstmögliche Einheit (meist 1-2,5 kg bei Maschinen oder Kurzhanteln).
Tipps zum Beispielplan
- Achte auf eine ausreichende Proteinzufuhr (ca. 1.5 - 2.0g pro kg Körpergewicht) zur Sicherung des Muskelerhalts im Kaloriendefizit.
- Trinke mindestens 2 bis 3 Liter Wasser am Tag, insbesondere rund um deine Trainingseinheiten.
- Nutze die Ruhetage für leichte Alltagsbewegung wie Spaziergänge (NEAT erhöhen), um den Fettabbau ohne Zusatzbelastung zu fördern.
- Schlafe 7 bis 8 Stunden pro Nacht, da die Regeneration und der Fettabbau im Schlaf optimiert werden.
Was Training beim Abnehmen wirklich leistet
Abnehmen passiert, wenn du über längere Zeit weniger Energie aufnimmst, als du verbrauchst. Ein Defizit von etwa 500 kcal pro Tag gilt als realistischer Richtwert. Training allein erzeugt dieses Defizit selten, denn eine Stunde Sport verbrennt weniger, als viele denken, und ist mit einem Snack schnell wieder ausgeglichen.
Trotzdem ist Training beim Abnehmen enorm wertvoll. Es beeinflusst, was du verlierst: Mit Krafttraining signalisierst du deinem Körper, dass er die Muskulatur braucht. So stammt ein größerer Teil der verlorenen Kilos aus Fett statt aus Muskeln. Das Ergebnis sieht straffer aus und dein Energieverbrauch bleibt höher. Deine Ernährung im Blick zu behalten, etwa indem du sie mit Mahlzait trackst, ist deshalb mindestens so wichtig wie der Plan.
Die drei Bausteine deines Plans
Ein wirksamer Trainingsplan zum Abnehmen besteht aus drei Teilen, die sich ergänzen. Das Krafttraining hat dabei Vorrang, denn im Defizit ist der Erhalt der Muskulatur das wichtigste Trainingsziel. Nutze dafür ruhig mittlere bis schwerere Gewichte im Bereich von etwa 6 bis 12 Wiederholungen und versuche, deine Kraftwerte zu halten oder langsam zu steigern. Leichte Gewichte mit sehr vielen Wiederholungen verbrennen kaum mehr Kalorien, setzen aber einen schwächeren Reiz für die Muskeln.
Ausdauer ergänzt das Krafttraining und stärkt Herz und Kreislauf. Für Einsteiger eignen sich gelenkschonende Varianten wie Radfahren, Schwimmen oder zügiges Gehen. Intervalle sind zeitsparend, aber auch anstrengender und sollten die Erholung für das Krafttraining nicht beeinträchtigen.
- Krafttraining: zwei bis drei Ganzkörpereinheiten pro Woche mit Grundübungen wie Kniebeuge, Rudern, Drücken und Hüftstrecken
- Ausdauer: ein bis drei Einheiten, zum Beispiel zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen oder kurze Intervalle
- Alltagsbewegung: mehr Schritte, Treppen statt Aufzug, kurze Wege zu Fuß. Dieser Teil wird oft unterschätzt und macht über die Woche viel aus
So kann deine Trainingswoche aussehen
Die Wochenstruktur sollte zu deinem Alltag passen, denn Regelmäßigkeit über Monate schlägt jede perfekte, aber kurzlebige Routine. Wenn du gerade erst anfängst, reichen zu Beginn zwei Krafteinheiten und eine Ausdauereinheit. Nach einigen Wochen kannst du dann eine weitere Einheit ergänzen, sobald sich die Routine gefestigt hat und du dich gut erholst. Ein ausgewogener Aufbau mit vier bis fünf aktiven Tagen könnte so aussehen:
- Montag: Krafttraining Ganzkörper A
- Dienstag: 30 bis 45 Minuten lockere Ausdauer
- Mittwoch: Krafttraining Ganzkörper B
- Donnerstag: Pause oder Spaziergang
- Freitag: Krafttraining Ganzkörper A
- Samstag: längere Ausdauereinheit oder Wanderung
- Sonntag: Pause
Typische Fehler und realistische Erwartungen
Ein häufiger Fehler ist, nur Cardio zu machen und das Krafttraining wegzulassen. Ebenso verbreitet: im Defizit plötzlich extrem viel trainieren. Das erhöht Hunger und Erschöpfung und endet oft nach wenigen Wochen. Besser ist ein moderater Plan, den du langfristig durchhältst.
Setze dir realistische Ziele. Etwa ein halbes Kilo pro Woche ist für viele ein gesundes Tempo, das Gewicht schwankt aber von Tag zu Tag. Beobachte daher den Trend und zusätzlich Umfänge und Kraftwerte. Gerade am Anfang kann die Waage stagnieren, während der Bauchumfang schon sinkt. Bei starkem Übergewicht, Gelenkproblemen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen klärst du den Einstieg vorher ärztlich ab. Mit dem kostenlosen Generator erstellst du einen Plan passend zu Level, Equipment und Zeit und speicherst ihn als PDF.
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Ist Krafttraining oder Cardio besser zum Abnehmen?
Zum Abnehmen ist die Kombination am sinnvollsten. Cardio erhöht den Kalorienverbrauch, Krafttraining hilft dabei, die Muskulatur im Kaloriendefizit zu erhalten. Wer nur eines machen kann, sollte das Krafttraining nicht weglassen, weil es die Körperzusammensetzung verbessert.
Kann ich nur mit Sport abnehmen, ohne auf die Ernährung zu achten?
Nur mit Sport abzunehmen ist schwierig, weil Training weniger Kalorien verbrennt, als viele denken. Entscheidend ist ein Kaloriendefizit, zum Beispiel etwa 500 kcal pro Tag. Das Training unterstützt dich dabei, Muskeln zu erhalten und fitter zu werden.
Wie oft pro Woche sollte ich zum Abnehmen trainieren?
Zwei bis drei Krafteinheiten und ein bis drei Ausdauereinheiten pro Woche sind ein guter Rahmen zum Abnehmen. Zusätzlich lohnt es sich, im Alltag mehr Schritte zu gehen. Wichtiger als die perfekte Anzahl ist, dass du den Plan dauerhaft durchhältst.
Wie viele Schritte am Tag helfen beim Abnehmen?
Es gibt keine magische Schrittzahl zum Abnehmen, aber jede zusätzliche Bewegung im Alltag erhöht deinen Energieverbrauch. Viele orientieren sich an etwa 7.000 bis 10.000 Schritten pro Tag. Wenn du aktuell deutlich weniger gehst, steigere dich schrittweise.
Warum nehme ich trotz Training nicht ab?
Wenn du trotz Training nicht abnimmst, liegt es meist daran, dass kein Kaloriendefizit besteht, etwa weil der Hunger nach dem Sport steigt oder Kalorien unterschätzt werden. Außerdem schwankt das Körpergewicht durch Wasser von Tag zu Tag. Beobachte den Trend über mehrere Wochen und prüfe deine Ernährung.


