Ganzkörper Trainingsplan für 3 Tage pro Woche
Ein Ganzkörper Trainingsplan trainiert in jeder Einheit alle großen Muskelgruppen. Mit drei Einheiten pro Woche erreichst du so eine hohe Frequenz bei überschaubarem Zeitaufwand. Hier erfährst du, welche Grundübungen dazugehören, wie der A/B-Wechsel funktioniert und für wen das Ganzkörpertraining ideal ist. Unten findest du einen Beispielplan für eine Woche.
Dieses Beispiel ist für: Mann, 30 Jahre, 178 cm, 80 kg, Anfänger, Fitnessstudio, 3 Trainingstage à 60 min. Split: Ganzkörper.
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Die Beispiel-Trainingswoche
MontagGanzkörper – Tag Aca. 60 min
Aufwärmen: 5-10 Minuten Laufband oder Ruderergometer · Dynamisches Dehnen (Armkreisen, Beinschwünge, Hüftkreisen) · Spezifische Aufwärmsätze vor den Grundübungen
| Übung | Sätze × Wdh. | Pause | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Beinpresse 45° Beine (Quadrizeps, Gesäß) | 3 × 8-10 | 90 s | Fokus auf saubere Tiefe; Gewicht steigern, sobald 3x10 Wdh. sauber erreicht werden. |
| Brustpresse an der Maschine Brust, Trizeps | 3 × 8-12 | 90 s | Schulterblätter fixieren; Gewicht um die kleinste Stufe erhöhen bei Erreichen von 3x12 Wdh. |
| Latzug zur Brust Rücken (Latissimus) | 3 × 8-12 | 90 s | Kein Schwung aus dem Oberkörper; Progression bei 3x12 Wdh. |
| Rumänisches Kreuzheben mit Kurzhanteln Beinbeuger, Gesäß, unterer Rücken | 3 × 10-12 | 90 s | Rücken stets gerade halten; Gewicht leicht steigern bei Erreichen des oberen Wdh-Bereichs. |
| Schulterdrücken an der Maschine Schultern, Trizeps | 3 × 10-12 | 60 s | Kontrollierte Bewegung; Fokus auf Schulterkontraktion. |
| Plank (Unterarmstütz) Bauch / Rumpf | 3 × 30-45s | 60 s | Körperspannung halten; Zeit wöchentlich um 5 Sekunden steigern. |
Cool-down: 5 Minuten lockeres Ausgehen · Leichtes statisches Dehnen der beanspruchten Muskelgruppen
MittwochGanzkörper – Tag Bca. 60 min
Aufwärmen: 5-10 Minuten Fahrradergometer · Mobilitätsübungen für Schultern, Hüfte und Sprunggelenke · Aufwärmsätze für die ersten Übungen
| Übung | Sätze × Wdh. | Pause | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Goblet Squats (Kurzhantel-Kniebeuge) Beine (Quadrizeps, Gesäß) | 3 × 8-10 | 90 s | Aufrechte Haltung; Hantelgewicht steigern bei 3x10 Wdh. |
| Rudern am Kabelzug (sitzend, enger Griff) Oberer Rücken, Bizeps | 3 × 8-12 | 90 s | Zur Körpermitte ziehen und Schultern zusammenführen; Last steigern bei 3x12 Wdh. |
| Schrägbankdrücken mit Kurzhanteln Obere Brust, vordere Schulter | 3 × 8-12 | 90 s | Stabile Hantelführung; Gewicht erhöhen bei Erreichen von 3x12 Wdh. |
| Beinbeuger-Maschine (sitzend oder liegend) Beinbeuger | 3 × 10-12 | 60 s | Kontrollierte negative Phase; Progression bei 3x12 Wdh. |
| Seitheben mit Kurzhanteln Seitliche Schulter | 3 × 12-15 | 60 s | Saubere Technik ohne Schwung; Fokus auf Hypertrophie im höheren Wdh-Bereich. |
| Trizepsdrücken am Kabelzug Trizeps | 2 × 10-12 | 60 s | Ellenbogen am Körper fixiert lassen; Gewicht bei voller Wiederholungszahl leicht erhöhen. |
| Bizepscurls mit Kurzhanteln Bizeps | 2 × 10-12 | 60 s | Volle Streckung und Kontraktion; Gewicht progressiv steigern. |
Cool-down: 5 Minuten lockeres Ausradeln · Sanftes Dehnen der Brust- und Beinmuskulatur
FreitagGanzkörper – Tag Aca. 60 min
Aufwärmen: 5-10 Minuten Stepper oder Crosstrainer · Gelenkmobilisation (Schultern, Hüfte, Knie) · Aufwärmsätze
| Übung | Sätze × Wdh. | Pause | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Beinpresse 45° Beine (Quadrizeps, Gesäß) | 3 × 8-10 | 90 s | Versuche im Vergleich zum Montag 1-2 Wdh. mehr oder 2.5kg mehr zu bewegen. |
| Brustpresse an der Maschine Brust, Trizeps | 3 × 8-12 | 90 s | Gleichmäßige Ausführung; Fokus auf den Muskelreiz. |
| Latzug zur Brust Rücken (Latissimus) | 3 × 8-12 | 90 s | Kontrollierte Bewegungsausführung; Progression dokumentieren. |
| Rumänisches Kreuzheben mit Kurzhanteln Beinbeuger, Gesäß, unterer Rücken | 3 × 10-12 | 90 s | Strikte Rumpfspannung zur Sicherung der Wirbelsäule. |
| Schulterdrücken an der Maschine Schultern, Trizeps | 3 × 10-12 | 60 s | Gleichmäßige Auf- und Abwärtsbewegung. |
| Crunches auf der Matte Bauch | 3 × 12-15 | 60 s | Oben kurz halten, kontrolliert absenken; Progression über Wiederholungszahl. |
Cool-down: 5 Minuten lockeres Auslaufen · Ganzkörper-Stretching
Progression: Verwende das Doppelprogressions-Prinzip: Beginne mit dem unteren Ende des Wiederholungsbereichs (z.B. 8 Wdh.). Erhöhe die Wiederholungszahl in den Folgewochen bei gleichem Gewicht schrittweise, bis du in allen Sätzen das obere Ende (z.B. 12 Wdh.) mit sauberer Form erreichst. Erhöhe erst dann das Trainingsgewicht um die kleinstmögliche Stufe (1-2.5 kg) und starte wieder bei der unteren Wiederholungsgrenze.
Tipps zum Beispielplan
- Führe ein Trainingstagebuch, um Gewichte und Wiederholungen exakt zu tracken.
- Achte auf ausreichende Proteinzufuhr (ca. 1.6-2.0 g pro kg Körpergewicht), passend zu deinem Kalorienziel von 2730 kcal.
- Schlafe mindestens 7-8 Stunden pro Nacht, da Muskelwachstum in der Regenerationsphase stattfindet.
- Priorisiere stets saubere Bewegungsausführung und Muskelgefühl vor zu schwerem Gewicht (Verletzungsprävention).
Warum Ganzkörpertraining so gut funktioniert
Beim Ganzkörpertraining bekommt jede Muskelgruppe dreimal pro Woche einen Reiz. Das passt gut zur Faustregel, dass jede Muskelgruppe mindestens zweimal pro Woche trainiert werden sollte. Gerade Anfänger profitieren davon, weil sie die Bewegungsabläufe der Grundübungen häufig üben und dadurch schneller Technik und Kraft aufbauen.
Ein weiterer Vorteil: Fällt einmal eine Einheit aus, verlierst du keinen kompletten Muskeltag wie bei einem Split. Der Plan bleibt flexibel und alltagstauglich. Deshalb ist ein Ganzkörpertraining Trainingsplan für Einsteiger, Wiedereinsteiger und alle mit wenig Zeit meist die beste Wahl.
Weil pro Einheit viele Muskelgruppen dran sind, fällt das Volumen pro Muskel und Einheit geringer aus als bei einem Split. Über die Woche verteilt kommst du trotzdem auf ein solides Gesamtvolumen, und die einzelnen Einheiten bleiben gut erholbar. Gerade nach einer längeren Pause ist das ein Vorteil, weil sich Muskeln, Sehnen und Gelenke langsam wieder an die Belastung gewöhnen.
Die Grundübungen im Ganzkörperplan
Das Fundament bilden Mehrgelenksübungen, die viele Muskeln gleichzeitig beanspruchen. Pro Einheit wählst du aus jedem Bewegungsmuster eine Übung. Ergänzend kannst du am Ende ein bis zwei Isolationsübungen einbauen, etwa für Arme, Waden oder Bauch.
Fehlt dir für eine Übung noch die Technik oder das Equipment, gibt es gute Alternativen: Beinpresse oder Goblet Squat statt Langhantel-Kniebeuge, Kurzhantel-Bankdrücken statt Langhantel, Latziehen statt Klimmzügen. Entscheidend ist, dass jedes Bewegungsmuster vertreten ist. Die Langhantel-Varianten kannst du später immer noch lernen, am besten mit leichtem Gewicht.
- Kniebeuge: Beine und Gesäß
- Kreuzheben oder Rumänisches Kreuzheben: hintere Kette, Rücken, Gesäß
- Bankdrücken: Brust, Schultern, Trizeps
- Rudern: oberer Rücken und Bizeps
- Schulterdrücken: Schultern und Trizeps
Wochenaufbau mit A/B-Wechsel
Damit nicht jede Einheit identisch ist, wechseln sich zwei Trainingstage ab. Tag A und Tag B enthalten jeweils alle Bewegungsmuster, aber mit unterschiedlichen Schwerpunkten. So verteilst du die Belastung, zum Beispiel Kniebeuge an Tag A und Kreuzheben an Tag B. Beide Übungen gleichzeitig schwer zu trainieren, würde den unteren Rücken stark fordern.
Zwischen zwei Einheiten liegt immer mindestens ein Ruhetag:
- Woche 1: Montag A, Mittwoch B, Freitag A
- Woche 2: Montag B, Mittwoch A, Freitag B
- Tag A: Kniebeuge, Bankdrücken, Rudern, plus eine Ergänzungsübung
- Tag B: Kreuzheben, Schulterdrücken, Klimmzüge oder Latziehen, plus eine Ergänzungsübung
Progression und typische Fehler
Starte mit Gewichten, die du technisch sauber bewegen kannst, und lass am Ende jedes Satzes noch ein bis zwei Wiederholungen Reserve. Steigere dich dann schrittweise: Schaffst du in allen Sätzen die obere Wiederholungszahl, erhöhst du beim nächsten Mal das Gewicht leicht. Einsteiger können oft über Wochen fast jede Einheit etwas zulegen.
Häufige Fehler sind zu viele Übungen pro Einheit, zu schnelles Steigern auf Kosten der Technik und das Auslassen der Ruhetage. Halte die Einheit bei etwa 45 bis 75 Minuten und notiere deine Werte. Pro Übung reichen für den Anfang meist zwei bis drei Arbeitssätze, dazu ein bis zwei leichtere Aufwärmsätze bei den schweren Grundübungen. Wenn eine Übung dauerhaft stagniert, hilft oft schon, das Gewicht etwas zu reduzieren und erneut hochzuarbeiten. Nach einigen Monaten, wenn die Fortschritte langsamer werden, kann ein 2er-Split der nächste Schritt sein. Bei Rücken- oder Gelenkbeschwerden lass die Übungsauswahl vorher ärztlich oder physiotherapeutisch abklären.
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Für wen eignet sich ein Ganzkörper Trainingsplan?
Ein Ganzkörper Trainingsplan eignet sich besonders für Anfänger, Wiedereinsteiger und alle, die nur zwei bis drei Tage pro Woche trainieren können. Durch die hohe Frequenz lernst du die Grundübungen schnell. Auch Fortgeschrittene können damit gut trainieren, wenn Volumen und Übungsauswahl angepasst werden.
Wie oft pro Woche sollte ich Ganzkörpertraining machen?
Üblich sind drei Einheiten pro Woche mit jeweils einem Ruhetag dazwischen, zum Beispiel Montag, Mittwoch und Freitag. Zwei Einheiten pro Woche funktionieren ebenfalls, wenn du wenig Zeit hast. An aufeinanderfolgenden Tagen solltest du dieselben Muskeln nicht schwer belasten.
Was bedeutet A/B-Wechsel im Ganzkörperplan?
Beim A/B-Wechsel gibt es zwei unterschiedliche Trainingstage, die sich abwechseln. Beide trainieren den ganzen Körper, setzen aber andere Schwerpunkte, etwa Kniebeuge an Tag A und Kreuzheben an Tag B. So verteilst du die Belastung und trainierst mehr Bewegungsmuster.
Wie lange dauert eine Ganzkörper-Einheit?
Eine Ganzkörper-Einheit dauert meist etwa 45 bis 75 Minuten inklusive Aufwärmen. Die Dauer hängt von der Zahl der Übungen, der Sätze und den Pausen ab. Wer weniger Zeit hat, konzentriert sich auf die Grundübungen und lässt Ergänzungsübungen weg.
Wann sollte ich vom Ganzkörpertraining auf einen Split wechseln?
Ein Wechsel lohnt sich, wenn du regelmäßig vier Tage pro Woche trainieren möchtest oder mehr Volumen pro Muskelgruppe brauchst, als in eine Ganzkörper-Einheit passt. Ein naheliegender nächster Schritt ist ein 2er-Split mit Oberkörper und Unterkörper. Solange du im Ganzkörperplan gut vorankommst, gibt es keinen Grund zu wechseln.


